Svenja’s Neuseelandroute

Im Herbst 2016 war ich vier Wochen mit zwei Mietwagen (einem für die Nordinsel und einem für die Südinsel) unterwegs. Wenn Du auch eine Neuseelandreise planst, würde ich mich freuen, wenn Du Dich von meiner Reiseroute inspirieren lässt! Mit zwei Fahrern ist die Route auch bequem in drei Wochen machbar. Gesamt bin ich ca. 4.800 km gefahren.

Du hast Fragen oder weitere Tipps zu Neuseeland? Dann schreib mir!

NeuseelandrouteTag 1: Auckland.

Ich hab sie als „ganz nette Kleinstadt“ beschrieben, bis mir Jemand gesagt hat, dass Auckland doch tatsächlich die größte Stadt Neuseelands ist 😉 Ein Tag reicht. Definitiv. Ich hab die Auckland Wale & Dolphin Tour gebucht, da sie echt toll sein soll, leider wurde sie wegen zu starkem Wind abgesagt. Ich hab mir dann stattdessen die Stadt angeschaut, war Wanderschuhe Shoppen und zum ersten Mal in Bikram Yoga … Soviel also zu den Sehenswürdigkeiten Aucklands: Da verpasst man nix 😉 Wenn Du noch warme Wander-Klamotten brauchst, wirst Du in Neuseeland bei Kathmandu oder MacPac fündig. Ich hatte sogar das Glück, dass Ende November „Christmas Sale“ war.

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Abends war ich mit meiner neuen Reisebekanntschaft Diana aus Wien im Elliott Stables. Hier gibt es neun internationale Restaurants zur Auswahl und jeder kann für sich bestellen, was er mag und an einen der Tische, die in der Mitte stehen, bringen lassen. Wir haben uns z.B. für Amerikanische (Burger) und Deutsche Küche (ja, ich bekenne mich schuldig, nach drei Monaten hatte mein Appetit Heimweh … 😉 ) entschieden. Diana und ich haben uns dann zusammen einen Mietwagen geholt und sind zehn Tage unserer Neuseelandroute zu Zweit gereist.

Tag 2: Mount Maunganui.

Wahnsinn! Sooo schööön! Ich muss ja gestehen, ich hatte Neuseeland nicht von Anfang an auf meiner Reiseplanung. Ich finde den aktuellen Hype um Neuseeland etwas übertrieben. Jeder Deutsche, der sich für naturbegeistert und hip hält, reist derzeit nach Neuseeland 😉 Dabei erinnert vieles an Südtirol oder Finnland, teilweise an Island und bisschen was von Österreich, Harz, Ostsee und den französischen Alpen ist auch dabei – aber das Alles findet sich auf so kleinem Raum, dass ich tatsächlich ins Staunen geriet! Ach ja, ich wollte eigentlich etwas über den megaschönen Mount Maunganui schreiben … Kurz: Fahr hin! Es lohnt sich!

Der Berg an sich ist einfach zauberhaft. Es gibt mehrere Rundwege, teils entspannt, teils anstrengend bergauf. Da der Berg eine eigene kleine Insel bildet, kannst Du während des Weges unterschiedliche Aussichten genießen: auf den Hafen mit Kreuzfahrtschiffen, aufs endlose Meer, die umliegenden Inseln, das gründe Landesinnere … einfach beeindruckend. Und der Blick vom Gipfel: Atemberaubend. Aber das war noch nicht alles, denn an Tag 3 habe ich in der Früh den traumhaften Strand von Maunganui entdecken dürfen. Da wurden aus der kurzen Joggingrunde mal spontan 1,5 Stunden 😉

Abends waren Diana und ich in der coolen Library Bar und der angegliederten Pizzeria. Das Interieur besteht aus alten Flugzeug- und Kinosesseln, die Pizza war super, die Cocktails klasse und die Kellner gut drauf. Was will man mehr?

Tag 3: Whakatane.

Dank unserer herzlichen Gastgeber haben wir gelernt dass man diesen idyllischen Ort „Fakatanie“ ausspricht. Viele Orte haben maorische Namen, an deren komplizierte Aussprache man sich erstmal gewöhnen muss. Aber ich finde, das bringt gleich mal eine Portion exotischen Charme mit sich. Ich habe vor meiner Neuseelandroute gar nicht gewusst, dass in Neuseeland die Maorische Kultur wirklich noch gelebt wird. Es gibt Maori Schulen, Unternehmen die von Maori Stämmen erfolgreich geleitet werden und sogar Radiosender, die nur Maori sprechen & Maori Musik spielen. Ich schweife schon wieder ab … Sorry. Also: Whakatane ist sehenswert. Die Fahrt zur „White Island“ war uns zu teuer und zu aufwändig, das sie im Voraus gebucht werden muss. Aber vielleicht wäre das was für Dich? Wir haben stattdessen einen langen Spaziergang an „Neuseelands schönstem Strand“ Ohope Beach gemacht.

Tag 4: Rotorua.

Wir wurden von vielen Seiten vor dem Schwefelgeruch gewarnt, den die natürlichen Thermalquellen in Rotorua von sich geben, dass wir total verunsichert waren. Letztendlich war es halb so wild. Statt den Kurort genauer zu inspizieren, haben wir uns lieber mit der Gondel auf den Berg schweben lassen und sind mit der „Luge“, einer Mischung aus Sommer-Rodelbahn und Go-Karts, dreimal wieder runter geflitzt. Die 3-er Kombi-Karte kostet ca. 45 Euro – hat aber wirklich großen Spaß gemacht und am vierten Tag unserer Neuseelandroute hatten wir uns auch schon an den Leitsatz „In Neuseeland ist alles, was gut ist, nunmal teuer“ gewöhnt 😉

Champagner Pool

Am Abend haben wir die Maori Show des Mitai Stammes besucht. War schön, wenn auch etwas touristisch. Ca. 55 Euro inkl. Essen, Show, Besichtigung der heiligen Quelle und Glühwürmchen.

Tag 5: Wai-o-tapu.

Die Hauptattraktion, wegen der wir hingefahren sind, heißt „Wai-o-tapu Themal Wonderland“ und hat tatsächlich einige thermische „Wunder“ zu bieten. Geysire und Mudholes – muss man mal gesehen haben und man lernt einiges dazu! Achtung, hier riecht es tatsächlich etwas streng.

Wer den berühmten Champagner Pool und die anderen giftigen Attraktionen sehen möchte, muss ca. 22 Euro Eintritt bezahlen. Der blubbernde Mud-Pool (Video) ist dagegen kostenlos zu besichtigen und liegt auf der Straße zum Thermal Wonderland.

Tag 6: Lake Taupo mit Landhaus-Idylle

So, hier lege ich mal eine kleine Schreib-Pause zur Neuseelandroute ein und genieße die Sonne in Thailand


Tag 7 der Neuseelandroute: Lake Taupo

(Details im Artikel zu den schönsten Spaziergängen)


Tag 8: Tongariro Crossing (Details im extra Artikel)
Tag 9: Palmerston North (nur als Zwischenstopp auf der Route nach Wellington, nicht unbedingt sehenswert)
Tag 10: Wellington
Tag 11: Fähre von Wellington (Nordinsel) nach Picton (Südinsel): knapp 4 Stunden Fahrt mit Interislander
Tag 12: Blenheim

 

Tag 13: Wein-Tasting mit Marlborough Winetours

Wenn Du Neuseeländische Weine kennenlernen und einen lustigen Nachmittag mit neuen Bekannten verbringen möchtest, lohnt sich für Dich ein Ausflug nach Blenheim! Ich bin absolut kein Weinkenner, aber auf jeden Fall ein leidenschaftlicher Weintrinker 😉

Da ich auf der Südinsel Neuseelands alleine unterwegs war, habe ich nach einer Weintour gesucht, bei der sich verschiedene Leute in einer lustigen Runde zusammen finden – so wie ich es von Wine-Tastings in Deutschland kenne. Bei marlboroughwinetours.co.nz wurde ich fündig! Zusammen mit weiteren sechs sympathischen Teilnehmern konnte ich in vier Stunden bei vier hervorragenden Weingütern über 16 verschiedene Weine probieren.

Eine Weinkennerin hat uns mit dem Kleinbus alle einzeln von unserer Unterkunft abgeholt, zu den Marlborough Weingütern gefahren, und nach einem Abstecher zur Pralinenverkostung (lecker!) wieder heim gefahren.

Auf jedem Weingut hatten wir die Möglichkeit mindestens drei Weißweine und drei Rotweine unter fachkundiger Anleitung zu verkosten. Ich hab mich dann recht schnell dazu entschieden, mich nur auf die hervorragenden Sauvignon Blancs und Pinot Gris der Marlborough Region zu konzentrieren, um nicht völlig besoffen zu meiner Airbnb Gastfamilie heimzukommen 😉

Besonders gut geschmeckt haben mir die Weine von Villa Maria und Fromm Winery. Villa Maria ist anscheinend auch außerhalb Neuseelands relativ bekannt. Bei der Fromm Winery hat mich beeindruckt, dass sie so so biodynamisch denken, dass sie nicht nur auf Pestizide etc. verzichten sondern sogar auf Pferdekraft statt Traktoren setzen!

Fazit: Ich habe an diesem genussvollen Nachmittag viel über die Weine Neuseelands gelernt (und ja, ich kann mich auch tatsächlich noch daran erinnern …) und eine tolle Zeit mit interessanten Menschen und deren ganz individuellen Lebensgeschichten verbracht! Los geht’s um 13 Uhr – unbedingt vorher für eine gute Grundlage sorgen, beim Wein-Tasting gibt’s nur bisschen Brot.

 

Tag 14: Lake Rotoiti & Murchinson
Tag 15: Punakaiki Blow Holes und Pancake Rocks
Tag 16: Franz Josef Gletscher: Spaziergang zum Aussichtspunkt und Kiwi Wildlife
Tag 17: Franz Josef Gletscher: Heli-Hike, Hot Pools und Lake Matherson
Tag 18: Lake Wanka
Tag 19: Lake Hawea + Glenorchy
Tag 20: Queenstown + Skippers Canyon
Tag 21: Queenstown
Tag 22: Te Anau (liegt auf der Neuseelandroute nach Milford)
Tag 23: Milford Sound
Tag 24: Lake Te Anau + Pukerau
Tag 24: Dunedin + Moeraki Boulders + Omaru Pinguine
Tag 25: Mahahiki Berry Cafe + Onuku Farm
Tag 26: Akaroa – Schwimmen mit Delphinen & Halfmoon Cottage
Tag 27: Akaroa Hilltop
Tag 28: Christchurch – das Ende meiner Neuseelandroute